Druckschrift 
2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
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aus Sykomorenholz, deren Wände mit blau glasierten Ton-einlagen geschmückt waren. Der Deckel einer anderen, ge-schnitzten und beschriebenen Truhe auf hohen Beinen da-gegen war gewölbt. Es fehlte nicht an einem glühendenKohlenbecken im Winkel, da Jaakob zum Frösteln neigte.Stuhlhocker waren vorhanden, dienten aber selten zum Sitzen,sondern vielmehr zum Abstellen von Gebrauchsdingen: einkleiner Räucherturm stand auf einem, aus dessen fenster-artigen Öffnungen feine, nach Zimt, Styraxgummi undGalbanum duftende Rauchwolken hervorkräuselten; einanderer trug einen Gegenstand, der von der Wohlhabenheitdes Besitzers zeugte: ein wertvolles kunstgewerbliches Gerätphönizischer Herkunft, golden, eine flache Schale auf zier-lichem Untergestell, das dort, wo man es mit der Handumfaßte, eine musizierende Frauenfigur zeigte.

Jaakob selbst saß mit Joseph in der Nähe des Eingangsauf Polstern an einem niedrigen Taburetk, auf dessen gra-vierter Bronzeplatte das Brettspiel aufgeschlagen war. Erhatte den Sohn zu diesem Zeitvertreib, bei dem früher Rahelseine Gegenspielerin gewesen war, zu sich gerufen. Draußenrauschte auf ölbäume, Busch und Stein der Regen nieder,der nach Gottes Gnade dem Korn des Tales die Feuchtigkeitverlieh, die es brauchte, um die Sonne des Frühsommersbis zum Schnitt zu ertragen. Der Wind klapperte leicht mitden Holzringen am Zeltdach, an denen die Spannseile be-festigt waren.

Joseph ließ den Vater im Spiele gewinnen. Er war ab-sichtlich ins FeldBöser Blick" geraten und dadurch so inRückstand und Nachteil gekommen, daß Jaakob, zu seinerangenehmen Überraschung denn er hatte mit großer