Frauen ein eigenes Obdach zu bieten, bewohnte der Herr esallein, obgleich es durch ein an den mittleren Pfählen vonvorn nach hinten durchgezogenes Gehänge in zwei Räumegeteilt war. Der eine diente als Privatmagazin und Vorrats-kammer: Kamelsättel und -taschen, unbenutzte Teppiche ingerolltem und zusammengelegtem Zustande, Handmühlenund anderes Gerät lagen umher, und Schläuche mit Getreide,Butter, Trinkwasser und aus eingeweichten Datteln ge-keltertem Palmwein waren aufgehängt.
Die andere Abteilung war der Wohnraum des Gesegnetenund zeigte im Verhältnis zu der halbbeduinifch lockerenLebensform, an der er festhielt, viel Wohnlichkeit. Jaakobbrauchte diese. Seine Ablehnung weichlicher Bindung durchsStädtische hinderte nicht, daß er einiges Behagens bedurfte,wenn er sich zu Betrachtung und denkerischer Gottesarbeitvor der Welt in fein Eigenstes zurückzog. Auf der Vorder-seite in Manneshöhe offen, war das Gemach am Bodenmit Filz und darüber noch mit Teppichen in Buntwirkarbeitwarm bedeckt, von denen andere sogar die Wandgehängeüberkleideten. Ein Bettlager, mit Decken und Kiffen belegt,aus Zedernholz, stand auf erzenen Füßen im Hintergründe.Mehrere Tonlampen auf verzierten Untersätzen, flache Scha-len mit kurzen Schnauzen für die Dochte, brannten hierimmer, denn armselig und einem Gesegneten nicht anständigwäre es gewesen, im Dunklen zu schlafen, und auch bei Tageunterhielt die Bedienung immer das Ol, damit nicht eineRedensart, die schlimmen Untersinn hatte, auch nur imeigentlichen Sinn anwendbar würde und man nicht sagenkönne, Jaakobs Lampe sei erloschen. Bemalte Henkelkrügeaus Kalkstein standen auf dem flachen Deckel einer Truhe