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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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mir wie sie, du führst mich an der Hand in den Hain, in dieWelt, ins Grüne, du erzählst mir das Gottesfest in allenseinen Stunden und machst mir Kränze, wie sie getan hätte,wenn du mir selbstverständlich auch nicht alles und jedesGrün bewilligst, sondern dir einiges vorbehältst. Ach, wärees sie nicht so hart angekommen am Wege, daß sie sterbenmußte! Wäre sie gewesen gleich dem Baum, der aufsprangund sich öffnete in aller Bequemlichkeit und ließ hervorgehenden Sprößling! Wie sagtest du, was für ein Baum es ge-wesen sei? Mein Gedächtnis ist kurz wie meine Beinchenund meine Finger."

Komm nun und gehen wir!" sagte Joseph.

Der Himmelstraum

Damals nannten die Brüder ihn noch nicht denTräumer",aber bald schon kam es dahin. Wenn sie ihn vorderhand nurUtnapischtim" undSteineleser" nannten, so erklärt sich dieGutmütigkeit dieser als Ekelnamen gedachten Bezeichnungenlediglich durch den Mangel der jungen Leute an Erfindungs-gabe und Einbildungskraft. Sie hätten ihm wahrhaftig gernschärfere gegeben, nur sielen ihnen keine ein, und so warensie froh, als sie ihnTräumer von Träumen" nennen konn-ten, was schon schärfer war. Der Tag aber war noch nichtgekommen; seine Schwatzhaftigkeit im Punkte des Wetter-traumes, womit er den Vater getröstet, hatte nicht genügt,sie auf diese seine anmaßende Eigenschaft hinlänglich auf-merksam zu machen, und im übrigen hatte er vor ihnen bis-her noch reinen Mund gehalten über seine Träume, die längstim Gange waren. Die stärksten erzählte er ihnen überhaupt nie.