lachend. „Ich künde dir nur von den Leuten des Unterlandesund von ihren Gedanken über das nicht Gemeinverständliche."
„Meine Pausbacken sind ebenfalls zart und weich", be-merkte Benjamin und befühlte mit beiden Handflächen seineWangen. „Das kommt, weil ich noch nicht einmal jung bin,sondern ein Knirps. Du, du bist jung. Darum hältst du deinAngesicht rein vom Barte, bis daß du ein Mann bist."
„Ja, ich halte mich rein", antwortete Joseph. „Du aberbist's. Du hast Wangen wie Mami's so zart, da du noch wieein Engel des Höchsten bist, Gottes, des Herrn, der sich ver-lobt hat unserem Stamm und dem derselbe verlobt ist imFleische durch den Bund Abrahams. Denn er ist uns einBlutsbräutigam voller Eifer und Israel die Braut. Istaber Israel wohl eine Braut oder ein Bräutigam? Das istnicht gemeinverständlich, und man darf sich kein Bild davonmachen, denn allenfalls ist es ein Bräutigam, zur Brautverschnitten, geweiht und aufgespart. Mache ich mir einBild von Elohim im Geiste, so ist er wie der Vater, der michliebt, mehr denn meine Gesellen. Aber ich weiß, daß es Mannist, die er liebt in mir, weil ich lebe, sie aber tot ist, — dalebt sie ihm nun in anderer Beschaffenheit. Ich und dieMutter sind eins. Jaakob aber meint Rahel, wenn er aufmich blickt, wie die Leute des Landes die Nana meinen,wenn sie den Tammuz Herrin heißen."
„Ich meine auch Mann, ich auch, wenn ich dir zärtlichbin, Josephja, lieber Jehosiph!" rief Benjamin und schlangdie Arme um Joseph. „Siehe, das ist der Ersatz und ist dieStellvertretung. Denn es mußte die Weichwangige genWesten gehen um meines Lebens willen, so ist der Knirpseine Waise und ein Untäter von Anbeginn. Du aber bist