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„Wie du geschaffen bist", antwortete Joseph, „ist wohlklar und gemeinverständlich, aber bei Göttern und Halb-göttern liegt es so eindeutig nicht. Viele nennen den Tammuznicht Herrscher, sondern Herrscherin. Sie meinen dannNana, die Göttin, zugleich aber den Gott, der mit ihr ist,oder ihn statt ihrer, denn ist auch wohl Jschtar ein Weib?Ich sah Bilder von ihr, und sie war bärtig. Also, warumsage ich nicht: Ich sah Bilder von ,ihm'? Jaakob, unserVater, macht sich kein Bild. Ohne Zweifel ist es das klügste,sich kein Bild zu machen. Aber wir müssen sprechen, und dielinkischen Wahlfälle unserer Rede genügen der Wahrheitnicht. Ist Jschtar der Morgenstern?"
„Ja, und der Abendstern."
„Sie ist also beides. Auch las ich von ihr auf einem Steinedas Wort: ,Am Abend ein Weib und am Morgen ein Mann.'Wie soll man sich da ein Bild machen — und welchen Redefallwählen, um die Wahrheit zu treffen? Eines Gottes Bild sahich, darstellend das Wasser Ägyptens, das die Fluren tränkt,und seine Brust war zur Hälfte eines Weibes Brust, zuranderen aber die eines Mannes. Vielleicht war Tammuzeine Jungfrau und ist ein Jüngling nur kraft des Todes."
„Ist es des Todes Kraft, die Beschaffenheit zu ändern?"
„Der Tote ist Gott. Er ist Tammnz, der Hirte, der daAdonis heißt, aber im Unterlande Usiri. Dort hat er einenKnebelbark, wäre er auch lebend ein Weib gewesen."
„Mami's Wangen waren überaus zart, hast du mir gesagt,und dufteten wie das Rosenblatt, wenn man sie küßte. Ichwill mir kein bärtig Bild von ihr machen! Verlangst du'svon mir, so bin ich ungezogen und tu's nicht."
„Narr, ich verlange es nicht von dir", sagte Joseph