Druckschrift 
2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
80
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Du sagst es und hast es behalten", antwortete Joseph.Dein Verstand ist im Zunehmen und wird bald rund undvoll sein, daß man ausnahmslos alles mit dir besprechenkann. Er liegt dort ausgestellt bis auf den vierten Tag, undtäglich kommen mit den Pfeifern die Städter heraus in denHain, schlagen sich die Brüste bei seinem Anblick und klagen:

,O Duzi, mein Herrscher, wie lange liegst du da!

O Herr des Schafstalls, Ohnmächtiger, wie lange liegst du da!

Ich werde kein Brot essen, ich werde kein Wasser trinken,

Denn tot ist die Jugend, tot ist Tammuz!'

Auch in dem Tempel drinnen und in den Häusern klagen sie so.Aber den vierten Tag kommen sie und legen ihn in die Lade."

In einen Kasten?"

Man muß ihn ,die Lade' nennen. Auch .Kasten' wäreein Wort dafür, ganz zutreffend an und für sich, doch un-schicklich in diesem Fall. Man sagt von alters .die Lade'.Der Herr paßt genau hinein, sie ist nach seinem Maße ge-macht, aus Holz, rot gestammt und schwarz, und könnte nichtbesser passen. Sobald Er darin liegt, schlagen sie den Deckelzu, verpechen ihn ringsherum und setzen bei den Herrn inder Höhle dort unter Tränen, wälzen den Stein davor undkehren heim von dem Grabe."

Verstummt nun das Weinen?"

Das hast du schlecht behalten. Es wird noch fortgeklagtim Tempel und in den Häusern, zwei Tage lang und einenhalben. Aber den dritten Tag, wenn es dunkelt, beginnt dasFest des Lampenbrennens."

Darauf habe ich mich gefreut. Sie zünden einige wenigeLampen an?"