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Stellvertretung. Aber das Geheimnis der Stellvertretungist größer, es ist beschlossen im Sternenstande von Mensch,Gott und Tier und ist das Geheimnis des Austausches.Wie der Mensch den Sohn darbringt im Tiere, so bringtder Sohn sich dar durch das Tier. Ninib ist nicht verflucht,denn es steht geschrieben: Einen Gott soll man schlachten,und des Tieres Sinn ist der des Sohnes, der seine Stundekennt, als wie im Feste, und kennt auch die, da er des TodesWohnung Umstürzen und hervorgehen wird aus der Höhle."
„War' es nur erst so weit", sagte der Kleine, „und es be-gönne das Freudenfest! Legen sie den Herrn nun in das Grabund in die Höhle dort?"
Joseph wiegte sich bei seiner Arbeit in den Hüften hinund her. Er summte näselnd:
„In den Tagen des Tammuz spielet auf derFlöte von Lasurit,
Auf dem Ring von Karneol spielet zugleich! . . .
Sie tragen ihn klagend hierher zum Steine", sagte erdann, „und die Spielleute verstärken ihr Spiel auf denFlöten, daß es in die Seele schneidet. Ich sah die Weibergeschäftig um die Leichengestalt in ihrem Schoß. Sie wuschensie mit Wasser und salbten sie mit Nardenöl, daß die Mienedes Herrn und sein gemaserter Leib davon glänzten undtroffen. Danach umwanden sie ihn mit Binden aus Lein-wand und Wolle, hüllten ihn ein in Purpurtücher undstreckten ihn auf eine Bahre hin hier am Stein, unausgesetztzu den Pfeifen klagend und weinend:
,Wehe um Tammuz!
Wehe um den geliebten Sohn, meinen Frühling, mein Licht!
Adon! Adonai!