sagte Joseph, „aus dem Grunde, weil Aschera Weinen be-reitet den Ihren und Verderben bringt denen, die sie liebt.Darum ist die Myrte auch wohl ein Todesstrauch. Spüre abereinmal den Duft der Zweige, — riechst du die Strenge?Bitter und herb ist der Myrkenschmuck, denn er ist der Schmuckdes Ganzopfers und ist aufgespart den Aufgesparten und Vor-behalten den Vorbehaltenen. Geweihte Jugend, das ist derName des Ganzopfers. Aber die Myrte im Haar, das ist dasKräutlein Rührmichnichtan."
„Jetzt hast du nicht mehr den Arm um mich", bemerkteBenjamin, „sondern hast ihn von mir getan und läßt denKleinen ganz einzeln gehen."
„Hier ist wieder mein Arm!" rief Joseph. „Du bist meinrechtes Brüderchen, und ich will dir daheim einen kunterbuntenKranz machen aus allerlei Kräutern des Feldes, so daß jedervor Freuden lacht, der dich sieht, — soll das ein Wort sein hierauf der Stelle zwischen dir und mir?"
„Es ist lieb und gut von dir", sagte Benjamin. „Erlaubemir einen Augenblick deinen Rock, daß ich ihn am Saum mitden Lippen berühre!"
Er dachte: Augenscheinlich ist es die Erberwählung undErstgeburt, die er im Sinne hat. Doch berührt es mich neu undsonderbar, daß er vom Ganzopfer etwas hineinmischt und vonRührmichnichtan. Es ist möglich, daß er an Isaak denkt,wenn er vom Ganzopfer spricht und von geweihter Jugend.Jedenfalls will er mich dahin bedeuten, die Myrte sei einDpferschmuck; das ängstigt mich etwas.
Laut sagte er:
„Du bist noch einmal so schön, wenn du sprichst wie eben,und ich weiß kaum in meiner Narrheit, ob der Myrtengeruch