Druckschrift 
2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
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Knirps: Jung bist du und bist schön, daß es ein Geschrei undGerede ist in der Welt. Ich hingegen bin ja eher drollig alsschön, sehe ich meine Beine an, so sind sie zu kurz im Ver-hältnis zum übrigen, einen Nabelbauch Hab' ich auch wie einSäugling noch, und meine Backen sind rund, als hätt' ich siestets voller Odem geblasen, zu schweigen von dem Haarmeines Hauptes, das einer Mütze aus Otternfell gleicht.Wenn also die Myrte der Jugend und Schönheit ziemt, undes ist dies die Bewandtnis, dann ziemt sie freilich nur dir, undfür mich wär's ein Fehler, sie anzulegen. Ich weiß ganz wohl,daß man fehlen kann und sich Schaden zuziehen in solchenDingen. Siehst du, auch schon von mir aus, und ehe du redest,verstehe ich einiges, aber natürlich nicht alles, du mußt mirschon helfen."

Gutes Männlein", sagte Joseph und legte den Arm umihn.Deine Otternmühe ist mir ganz recht, wie auch Bäuchleinund Backen. Du bist mein Brüderchen rechter Hand und bistmeines Fleisches, denn aus demselben Abgrunde kamen wirbeide, der da heißtAbsu", uns aber heißt er Mann, dieSüße, um die Jaakob diente. Komm, wir wollen zum Steinehinab und ruhen."

Das wollen wir", erwiderte Benjamin.Wir wollen dieGärtlein der Frauen betrachten in den Rahmen und Töpfen,und du erklärst mir die Grabstätte, das höre ich gern.Höchstens weil Manu doch an mir starb", setzte er im Ab-wärtssteigen hinzu,und ich halb und halb Todessöhnchenheiße, höchstens darum könnte allenfalls auch mir wohl dieMyrte zukommen, denn ich hörte von Leuten, daß sie auch einTodesschmuck wäre."

Ja, es ist Klage in der Welt um Jugend und Schönheit",