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2 (1934) Der junge Joseph
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denden Frauen hatten die Zeichnung eines Toten auf derLeinwand mit Fruchterde bedeckt, Weizen darein gesät, dieSaat benetzt und die Triebe ebengeschoren, so daß die Figurgrün erhaben auf den, Grunde lag.

An diesen Ort kam Joseph oft mit Benjamin, seinem leib-lichen Bruder, der, nun achtjährig, der Obhut der Weiber zuentwachsen begann und seine Schritte gern zu denen des Erst-geborenen seiner Mutter gesellte, ein pausbäckiger Junge,der nicht mehr nackt lief, sondern einen knielangen, an denSäumen bestickten Hemdrock aus dunkelblauer oder rostroterWolle mit kurzen Ärmeln trug. Er hatte schöne graue Augen,die er mit einen, Ausdruck klarsten Vertrauens zu dem Alterenaufzuschlagen pflegte, dichtes, metallisches Haar, das wie einspiegelnder Helm seinen Schädel dick ausliegend von der Mitteder Stirn bis in den Nacken bedeckte, mit Ausschnitten fürdie Ohren, die ebenso klein und fest waren wie seine Nase undseine kurzsingrigen Hände, deren eine er immer dem Brudergab, wenn sie zusammen gingen. Er war zutunlichen Wesens,die Freundlichkeit Rahels war in ihm. Aber eine schüchterneSchwermut lag wie ein Schatten über seiner kleinen Person,denn was er in vorbewußtem Zustande angerichtet, die Todes-art und-stunde derMutter, war ihm nicht unbekannt geblieben,und das Gefühl tragisch schuldloser Schuld, das er mit sichherumtrug, wurde genährt durch das Verhalten Jaakobs zuihm, das gewiß nicht unzärtlich, aber von schmerzlicher Scheubestimmt war, so nämlich, daß der Vater seinen Anblick ehermied als suchte, von Zeit zu Zeit aber den Jüngsten lange undinständig ans Herz drückte, ihn Benoni nannte und an seinemOhre von Rahel sprach.

Mit dem Vater also war für den Kleinen, als er sich von

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