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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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brachte, den Zug des Noch-Nicht und der Erwartung. Gottlag in Banden, Gott litt. Gott war gefangengehalten. Dasmilderte seine Erhabenheit zum Gegenstände tröstlicher An-betung für alle Leidenden und Harrenden, die nicht groß,sondern klein waren in der Welt, und gab ihnen einen Hohnins Herz gegen alles, was gleichwie Nimrod war, und gegendas unverschämt Große. Nein, Gott hatte keine Geschichtenwie Usir, der Dulder von Ägypterland, der zerstückelte Be-grabene und Erstandene, oder wie Adon-Tammuz, um dendie Flöte klagte in den Schluchten, der Herr des Schaf-stalles, dem Ninib, der Eber, die Seite zerriß und der hinab-ging in die Gefangenschaft, um zu erstehen. Es mochte fernsein und zu denken verboten, daß Gott Beziehungen gehabthätte zu den Geschichten der Natur, die in Gram verdorrte,in Leid erstarrte, um sich nach Gesetz und Verheißung zuerneuern in Lachen und Blumenschwall; zum Korn, das imFinstern verweste und im Gefängnis der Erde, damit es er-sprieße und erstehe; zum Sterben und zum Geschlecht; zurverderbten Heiligkeit Melek-Baals und seines Dienstes zuTyrus, bei dem Männer dem Greulichen ihren Samen dar-brachten in augenverdrehender Narrheit und Dodesscham-losigkeit. Bewahre es Gott, daß Er zu schaffen gehabt hättemit derlei Geschichten! Aber daß er in Banden lag und einharrender Gott der Zukunft war, das stellte immerhin einegewisse Ähnlichkeit her zwischen Ihm und jenen leidendenGottheiten, und es war darum, daß Abram zu Sichern mitMalchisedek, dem Hausbetreter des Bundesbaal und El-eljon, lange Gespräche geführt hatte über die Frage, ob undbis zu welchem Punkte etwa Wesensgleichheit bestehezwischen diesem Adon und Abrahams Herrn.