Dies war es: Am Ende der Tage würde Gott König sein,König der Könige, König über Menschen und Götter. Warer das aber denn nicht schon heute? Allerdings, in der Stilleund in Abrams Erkenntnis. Aber nicht anerkannter- und ein-gesehenermaßen, nicht ganz verwirklichterweise also. Demletzten und ersten Tage, dem Tag der Vernichtung und desErstehens war die Verwirklichung von Gottes unumschränk-tem Großkönigtum Vorbehalten; aus Banden, in denen siejetzt noch lag, würde seine bedingungslose Herrlichkeit er-stehen vor den Augen aller. Kein Nimrod würde sich widerIhn erheben mit unverschämten Terrassentürmen, keinMenschenknie sich beugen als vor Ihm und kein Menschen-mund noch einem andern die Ehre geben. Das aber be-deutete, daß Gott, wie in Wahrheit von je, so endlich auchin Wirklichkeit Herr und König sein würde über alle Götter.Im Tosen von zehntausend schräg aufwärts gerichtetenPosaunen, im Singen und Donnern der Flammen, in einemHagelwetter von Blitzen würde er, angetan mit Hoheitund Schrecken, hinweg über eine auf den Stirnen anbetendeWelt, zum Throne schreiten, um allen sichtbar und auf ewigBesitz zu ergreifen von einer Wirklichkeit, die Seine Wahr-heit war.
O Tag von Gottes Apotheose, Tag der Verheißung, Er-wartung und Erfüllung! Er würde, das wollte bemerktsein, auch Abrahams Apotheose in sich schließen, dessenName fortan ein Segenswort sein würde, mit dem sich grüßenwürden die Geschlechter der Menschen. Das war die Ver-heißung. Daß aber dieser donnernde Tag nicht Gegenwart,sondern endlichste Zukunft und bis dahin ein Harren war:das war es, was in Gottes heutiges Antlitz den Leidenszug