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kinderlosen Gottes beittagen mochte zur Erklärung seinergroßen Eifersucht auf seinen Bund mit dem Menschen, sohing damit jedenfalls seine Geschichtenlosigkeit zusammenund daß es nichts von ihm zu erzählen gab.
Und doch war ebendies auch wieder nur bedingt zu ver-stehen und richtig nur in Betreff der Vergangenheit, nichtaber auch der Zukunft, — vorausgesetzt, daß das Wort „er-zählen" auf das Zukünftige anwendbar ist und man die Zu-kunft erzählen kann, sei es selbst in der Form der Vergangen-heit. Gott hatte dennoch und allerdings eine Geschichte, abersie betraf die Zukunft, eine Zukunft, so herrlich für Gott,daß seine Gegenwart, so herrlich sie immer war, ihr nichtgleichkam; und daß sie ihr nicht gleichkam, das verlieh derGröße und heiligen Macht Gottes, trotz ihrer selbst, einenZug von Erwartung und unerfüllter Verheißung, einenLeidenszug, geradeheraus gesagt, der nicht verkannt seindurfte, wenn es darauf ankam, Gottes Bund mit demMenschen und seine Eifersucht auf ihn ganz zu verstehen.
Es kam ein Tag, der der späteste und letzte war, und erster würde die Erfüllung Gottes bringen. Dieser Tag warEnde und Anfang, Vernichtung und Neugeburt. Die Welt,diese erste oder vielleicht auch nicht erste Welt, zerstob in um-fassender Katastrophe, das Chaos, das Urschweigen kehrtewieder. Dann aber würde Gott sein Werk aufs neue, undwundervoller, beginnen — Herr der Vernichtung, Herr desErstehens. Aus Tohu und Bohu, Schlamm und Finsternisrief sein Wort einen neuen Kosmos hervor, und überwältig-ter als voriges Mal klang der Jubel der zuschauenden Engel,denn die verjüngte Welt übertraf die alte in jeder Beziehung,und in ihr würde Gott triumphieren über all feine Feinde!