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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
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ohne jedes Schielen nach anderen Göttern, deren die Weltvoll war, von den Seinen verehrt sein wollte. Das war be-merkenswert: Durch Abraham und seinen Bund war etwasin die Welt gekommen, was zuvor nicht darin gewesen warund was die Völker nicht kannten: die verfluchte Möglich-keit des Bundesbruches, des Abfalles von Gott.

Vieles noch wußte Urvater von Gott zu lehren, aber erwußte nichts von Gott zu erzählen, nicht in dem Sinn,wie andere zu erzählen wußten von ihren Göttern. Es gabvon Gott keine Geschichten. Das war vielleicht sogar dasBemerkenswerteste: Der Mut, mit dem Abram Gottes Da-sein von vornherein, ohne Umstände und Geschichten, hin-stellte und aussprach, indem erGott" sagte. Gott war nichtentstanden, nicht geboren worden, von keinem Weibe. Eswar auch neben ihm auf dem Throne kein Weib, keineJschtar, Baalat und Gottesmutter. Wie hätte das wohlsein mögen? Man brauchte sich nur seiner Vernunft zubedienen, um zu verstehen, daß es in Ansehung von Gottesganzer Beschaffenheit keine mögliche Vorstellung war. Erhatte den Baum der Erkenntnis und des Todes gepflanzt inEden, und der Mensch hatte davon gegessen. Des Menschenwaren Zeugung und Tod, aber nicht Gottes, und kein Gott-weib sah dieser an seiner Seite, weil er nicht zu erkennenbrauchte, sondern Baal und Baalat in einem und auf einmalwar. Er hatte auch keine Kinder. Denn weder waren diesdie Engel und Zebaoth, die ihm dienten, noch waren esjene Riesen gewesen, welche vielmehr einige Engel mit denTöchtern der Menschen erzeugt hatten, verführt durch denAnblick ihrer Unzucht. Er war allein, und das war ein Merk-mal seiner Größe. Aber wie das Alleinsein des weib- und