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Gott war da, und Abraham wandelte vor ihm, in der Seelegeheiligt durch Seine Außennähe. Sie waren Zwei, ein Ichund ein Du, das ebenfalls „Ich" sagte und zum anderen „Du".Schon richtig, daß Abram die Eigenschaften Gottes mitHilfe der eigenen Seelengröße ausmachte — ohne diese hätteer sie nicht auszumachen und zu benennen gewußt, und siewären im Dunkel geblieben. Darum blieb Gott aber dochein gewaltig Ich sagendes Du außer Abraham und außerder Welt. Er war im Feuer, aber nicht das Feuer, — weshalbes höchst fehlerhaft gewesen wäre, dieses anzubeten. Gotthatte die Welt geschaffen, in der doch Dinge vorkamen vonso gewaltiger Größe wie der Sturmwind oder der Leviathan.Dies mußte man erwägen, um sich von seiner eigenen Außen-größe eine Vorstellung oder, wenn keine Vorstellung, so docheinen Gedanken zu machen. Er war notwendig viel größerals alle seine Werke, und ebenso notwendig außerhalb seinerWerke. Makom hieß er, der Raum, weil er der Raumder Welt war, aber die Welt nicht sein Raum. Er war auchin Abraham, der Ihn kraft Seiner erkannte. Aber ebendiesverstärkte und erfüllte Urvaters Jch-Aussage, und keines-wegs war dieses sein gottvoll mutiges Ich gesonnen, in Gottzu verschwinden, mit Ihm eins zu werden und nicht mehrAbraham zu sein, sondern hielt sich sehr wacker und klar Ihmgegenüber aufrecht — in ungeheurem Abstand von Ihm,gewiß, denn Abraham war nur ein Mensch, ein Erdenkloß,aber verbunden mit Ihm durch die Erkenntnis und geheiligtdurch Gottes erhabenes Du- und Da-Sein. Auf solcherGrundlage hatte Gott den ewigen Bund mit Abram ge-schlossen, diesen für beide Teile verheißungsvollen Vertrag,auf den der Herr so eifersüchtig war, daß er durchaus allein.