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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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hatte das alles, wenn nicht gut, so doch jedenfalls nicht übelausgenommen; er hatte sich davor in wohlwollendes Schwei-gen gehüllt.

Dieses Schweigen war der Ausdruck eines ungeheuerenFaktums, das sowohl dem Außensein Gottes wie auch gleich-zeitig der Seelengröße Abrams angehörte, deren eigentlichstesErzeugnis es vielleicht war: des Faktums, daß der Wider-spruch einer Lebewelt, die gerecht sein sollte, in Gottes Größeselber lag, daß er, der lebendige Gott, nicht gut oder nurunter anderem gut, außerdem aber auch böse war, daß seineLebendigkeit das Böse mit umschloß und dabei heilig, dasHeilige selbst war und Heiligkeit forderte!

Wie ungeheuer! Er war es, der Tiamat zerschmissen, denEhaosdrachen gespalten hatte; der Jubelruf, mit dem beider Schöpfung die Götter den Mardug gegrüßt hatten undden Abrams Landsleute au jedem Neujahrstag wieder-holten, er gebührte Ihm, seinem Gott. Die Ordnung unddas beglückend Verlässige stammte von ihm. Daß Früh-und Spätregen sielen zu ihrer Zeit, war sein Werk. Er hattedem greulichen Meere, dem Reste der Urflut, der WohnungLeviathans, seine Grenzen gewiesen, die es mit wütendstemAnprall nicht zu überschreiten vermochte. Er ließ die Sonnezeugerisch aufgehen, zum Höhepunkt steigen und abendlichihre Höllenfahrt ankreten, den Mond in immer gleichemWechsel seiner Zustände die Zeit messen. Er führte die Sterneherauf, hatte sie zu festen Bildern vereinigt und regelte dasLeben von Tieren und Menschen, indem er sie nährte nachMaßgabe der Jahreszeiten. Von Orten, wo niemand ge-wesen war, sank der Schnee und befeuchtete die Erde, derenScheibe Er auf der Wasserflut festgestellt hatte, so daß sie