Druckschrift 
2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
50
Einzelbild herunterladen
 

LZ

ZO *

in Abiram sich zu verherrlichen und sich durch ihn einen ^ L

Namen zu machen gedachte, daß er durch seine Mondliebe B

ersten Widerspruch und Unruhe in ihm erregt, sie zu eigenen ^ .'B

Zwecken benutzt und sie zum heimlichen Ausgangspunkt n!

seiner Laufbahn gemacht hatte. Denn da der Morgenstern , Äaufging, verschwanden Hirt und Herde, und Abram folgerte: !»

Nein, auch sie sind nicht meiner würdige Götter. Seine Seelewar bekümniert vor Mühe, und er folgerte:Hätten sie nicht z- d

über sich noch, so hoch sie sind, einen Lenker und Herrn, wie ^

möchte das eine auf-, das andere untergehen? Es wäre un- A

schicklich für mich, den Menschen, ihnen zu dienen und nichtvielmehr dem, der über sie gebietet." Und Abrahams Sinnlag der Wahrheit an so inständig-kummervoll, daß es Gottden Herrn aufs tiefste rührte und er bei sich sprach:Ich ^

will dich salben mit Freudenöl mehr denn deine Gesellen!"

So hatte Abraham Gott entdeckt aus Drang zum Höch- ^ ^

sten, hatte ihn lehrend weiter auögcformt und hervorgedachk ^

und allen Bekeiligkeiten eine große Wohltat damit erwiesen:dem Gotte, sich selbst und denen, deren Seelen er lehrend ^

gewann. Dem Gotte, indem er ihm Verwirklichung in der ^

Erkenntnis des Menschen bereitete, sich selbst und den Pro-selyten aber namentlich dadurch, daß er das Vielfache und ^

beängstigend Zweifelhafte auf das Eine und beruhigend ^

Bekannte zurückführte, auf den Bestimmten, von dem alleskam, das Gute und Böse, das Plötzliche und Grauenhaftesowohl wie das segenvoll Regelmäßige, und an den man sich ^

auf jeden Fall zu halten hatte. Abraham hatte die Mächte ^ ^versammelt zur Macht und sie den Herrn genannt ein ^

für allemal und ausschließlich, nicht nur für einen Festtag, ^

an dem man alle Macht und Ehren in Schmeichelhymnen ^