alle beide, der eine ehrgeiziger Art, der andere von sorgend-erzieherischer. Lea, die Verschmähte, hatte wohl gewußt,was sie sagte, als sie sich selbst und ihres Leibes Söhnen beiJosephs Geburt prophezeit hakte, nun würden sie alle vorJaakob zu Nichtsen werden und leicht wie Luft. Seit demTage, der ihm das Kind der Rechten, Dumuzi, das Reis,den Sohn der Jungfrau, geschenkt, war Jaakob nur aufdas eine aus: diesen Spätgekommenen vor die Früheren zusetzen, an ihre Spitze, an den obersten Platz und ihm, derdoch nur Rahels Erster war, die Erstgeburt überhaupt zu-zuspielen. Sein Zorn, als Re'uben sich mit Bilha so schlimmvergangen hatte, war echt genug gewesen, sehr echt und auf-richtig zweifellos, außerdem aber auch etwas gespielt undim Ausdruck zweckmäßig verstärkt. Joseph hatte es nichtgewußt, oder nur halb gewußt, aber als er damals demVater das Vorgefallene mit kindlich-boshaften Wortenenthüllt hatte, war Jaakobs erster Gedanke gewesen: Jetztkann ich dem Großen fluchen, und der Platz für den Kleinenwird frei! Ebenweil er sich bewußt war, so gedacht zu haben,und auch wohl aus Scheu vor der Erbitterung derer, dienach Rüben kamen, hatte er nicht gewogt, die Gelegenheitgleich aufs letzte auszunutzen und Joseph ausdrücklich andes Missetäters Stelle zu setzen. Vielmehr ließ er die Dingein.der Schwebe, indem er, abwartend, seinem Liebling denEhrenplatz, den Platz des Erbes und der Erwählung, gleich-sam vfsenhielt. Denn um die Erberwählung, den SegenAbrams handelte es sich, den Jaakob trug, den er an Esau'sStatt vom Blinden empfangen hatte und bei dessen Weiter-gabe auch er es nicht mit so rechten Dingen wünschte zugehenzu lassen, daß sie zu falschen würden. War es nur irgend
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