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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
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der linken Hand, indem er gleichzeitig den Schreiber undTafelleser spielte. Bevor unter ihnen der Spitzname fürJoseph aufkam, unter dem sie ihn am bittersten haßten:Der Träumer von Träumen", nannten sie ihn spottendNoah-Utnapischtim, den Erzgescheiten, den Leser von Steinenvon vor der Flut. Er seinerseits, um ihnen zu antworten,nannte sieHundsköpfe" undLeute, die nicht wissen, wasGut und Böse ist", nannte sie so ins Gesicht hinein, ge-deckt einzig und allein durch die Furcht Jaakobs, ohne die sieihn braun und blau geprügelt hätten. Wir würden das un-gern gesehen haben; aber seine schönen Augen sollten uns nichtverleiten, die Antwort weniger tadelnswert zu finden alsden Spott. Im Gegenteil; denn wozu nützt Weisheit, wennsie nicht einmal vor Hochmut zu schützen vermag?

Und wie verhielt Jaakob, der Vater, sich zu alldem?Er war kein Gelehrter. Er sprach natürlich neben seinersüdkanaanäischen Mundart das Babylonische, dieses sogarbesser als jenes, aber das Ägyptische nicht, schon deshalbnicht, weil er, wie wir ihm anmerkten, alles Ägyptischemißbilligte und verabscheute. Was er von diesem Landewußte, ließ es ihm als die Heimat der Fronfuchtel und derUnmoralität auf einmal erscheinen. Die staatliche Dienst-barkeit, die dort offenbar das Leben bestimmte, beleidigteseinen ererbten Sinn für Unabhängigkeit und Selbstverant-wortung, und der Tier- und Totenkult, der drunten in Blütestand, war ihm ein Greuel und eine Narrheit, dieser innoch höherem Grade als jener, denn aller Dienst am Unter-irdischen, das aber schon sehr früh, schon beim Irdischenbegann, schon beim Samenkorn, das in der Erde fruchtbarverweste, war ihm gleichbedeutend mit Unzucht. Er nannte