Druckschrift 
2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
29
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Danach schleuderte Joseph wieder hinaus zu den Brüdernaufs Feld oder auf die Weide, um ihnen leichte Dienste zuleisten als Jungknecht. Sie aber sprachen, indem sie dieZähne bloßlegten:

Seht, da kommt er geschlendert, der Lasse mit Tinten-singern, und hat Steine gelesen von vor der Flut! Will er sogut sein, die Geißen zu melken, oder will er nur lauern, obwir vielleicht Stücke Fleisches Herausschneiden den Tieren fürunseren Kochtopf? Ach, käme es nur auf unsere Lust an,ihn zu verprügeln, er sollte nicht leer ausgehen, wie es nunleider geschehen muß von wegen der Furcht Jaakobs!"

Don Körper und Geist

Führt man die schwere Trübung des Verhältnisses zwischenJoseph und seinen Brüdern, wie sie sich im Lauf der Jahreherausbildete, vom Einzelnen aufs Allgemeine, von den Rei-bereien und Mißhelligkeiten des Tages auf ihre grund-legenden Ursachen zurück, so stößt man auf Neid und Dünkelals erste und letzte Gründe; und wer Gerechtigkeit liebt,wird es schwer haben zu entscheiden, ob diesem, ob jenemLaster, ob also, persönlich gesprochen, dem Einen oder derSchar, die auf immer bedrohlichere Art gemeinsame Sachegegen ihn machte, die Hauptschuld an allem Unglück zu-zuschreiben sei. Gerechtigkeit eben und der redliche Wunsch,sich jeder Parteilichkeit, zu der er versucht sein könnte, zuentschlagen, wird einen solchen vielleicht bestimmen, denDünkel hier als der Übel erstes und als Duelle des Unheilszu rügen; aber dann wi, d wiederum Gerechtigkeit es sein, dieihn zu gestehen anhält, daß nicht oft in der Welt es so viel