Stellung zur Königsherrschaft und ihrer Höllenfahrt, vomGebärkraut und Lebenswasser, von den erstaunlichen Befahr-nissen Adapa's, Etana's und jenes Gilgamesch, dessen LeibGötterfleisch war und dem es dennoch auf keine Weisegelang, das ewige Leben zu erwerben. Dies alles las Josephmit dem Zeigefinger und schrieb es ab in züchtiger Haltung,ungebückt, nur die Lider gesenkt. Er las und schrieb vonEtana's Freundschaft mit dem Adler, der ihn gegen den Him-mel Anu's trug; und so hoch gelangten sie in der Tat, daßdas Land unter ihnen wie ein Kuchen und das Meer wie einBrotkorb war. Als aber beides ganz verschwunden gewesen,hatte den Etana leider die Furcht gepackt, und mitsamt demAdler war er in die Tiefe gestürzt — ein beschämender Aus-gang. Joseph hoffte, daß er sich anders halten würde alsHeld Etana, gegebenen Falles; doch besser als dessen Ge-schichte gefiel ihm die des Waldmenschen Engiöu und wie dieDirne aus Uruk, der Stadt, ihn zur Gesittung bekehrte: wiesie den Viehischen lehrte, mit Manier zu essen und zu trinken,mit Dl sich zu salben und Kleider zu tragen, kurz, einemMenschen und Städter zu gleichen. Das zog ihn an, erfand es vorzüglich, wie die Dirne den Steppenwolf zustutzte,nachdem sie ihn durch ein Liebesleben von sechs Tagen undsieben Nächten für die Verfeinerung empfänglich gemacht.Die Babelsprache ging ihm in dunkler Pracht von den Lip-pen, wenn er diese Reihen aufsagte, so daß Eliezer den Saumküßte von seines Schülers Kleid und ausrief:
„Heil dir, Sohn einer Lieblichen! Deine Fortschritte sindglänzend, und wirst über ein kleines der Mazkir sein einesFürsten und eines großen Königs Erinnerer! Gedenke anmich, wenn du in dein Reich kommst!"