Dies Ist nur ein Auszug von dem, was Eliezer dem Josephunter dem Gottesbaum einprägte. Der Jüngling aber schrieballes auf nach der Anweisung des Alten und las es, den Kopfauf der Schulter, sich selber vor, bis er es auswendig wußte.Das Lesen und Schreiben war selbstverständlich die Grund-lage von allem und begleitete alles; denn es wäre sonst nurein verwehendes Hörensagen und Wiedervergessenwerdengewesen unter den Menschen. Darum mußte Joseph sehrgerade hocken unter dem Baum, die Knie gespreizt, undin seinem Schoße das Schreibzeug halten, die Tontafel, indie er mit dem Griffel keilförmige Zeichen grub, oder diegeklebten Blätter aus Schilfgewebe, das geglättete StückSchaf- oder Ziegenhauk, darauf er mit dem faserig zer-kauten oder spitz zugeschniktenen Rohr seine Krähenfüßeaneinanderreihte, indem er es in den roten und den schwarzenNapf seiner Tuschtafel tauchte. Abwechselnd schrieb er dieLandes- und Menschenschrift, die zur Befestigung seiner täg-lichen Redeweise und Mundart taugte und in der sichHandelsbriefe und -aufstellungen nach phönizischem Musteram säuberlichsten zu Blatt bringen ließen, — und auch wiederdie Gottesschrift, die amtlich-heilige von Babel, die Schriftdes Gesetzes, der Lehre und der Mären, für die es den Tongab und den Griffel. Eliezer besaß zahlreiche und schöneMuster davon, Schriftstücke, die die Sterne betrafen, Hym-nen an Mond und Sonne, Zeittafeln, Wetterchroniken,Steuerlisten sowie Bruchstücke großer Bersfabeln der Urzeit,die erlogen waren, doch mit so kecker Feierlichkeit in Wortegebracht, daß sie dem Geiste wirklich wurden. Diese handeltenvon der Welt- und Menschenschöpfung, von Mardugs Kampfmit dem Drachen, von Jschtars Erhöhung aus dienender
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