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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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schlanke Beine und schmale Hüsten, einen so wohlgestaltetenThorax, eine so goldbraune Haut der beifälligen Anschauungentgegenstellt; daß er weder zu lang noch zu gedrungen,sondern genau angenehm von Wuchs erscheint, daß er aufhalbwegs göttliche Weise zu gehen und zu stehen weiß undseine Bildung zwischen Zartheit und Kraft eine schwebendeAnmutsmitte hält. Es hat auch nichts Außerordentliches,daß auf einem solchen Körper kein Hundskopf, sondern etwassehr Gewinnendes, mit annähernd göttlichem Menschen-mund Lächelndes sitzt das kommt alle Tage vor. Aber inJosephs Welt und Kreise war es nun gerade seine Personund Gegenwart, die die Gefühlswirksamkeit des Schönenübte, und allgemein fand man, daß auf seine Lippen, diebestimmt zu voll gewesen wären ohne ihre Bewegung i'mSprechen und Lächeln, Huld vergossen habe der Ewige.Diese Huld war angefochten, es gab hie und da Widerwillendagegen, aber der Widerwille leugnete nichts, und mankann nicht sagen, daß er sich eigentlich von dem herrschendenGefühle ausgeschlossen hätte. Vieles spricht jedenfalls dafür,daß der Haß der Brüder im wesentlichen nichts anderes warals die allgemeine Verliebtheit mit verneinendem Vor-zeichen.

Der Hirte

So viel von Josephs Schönheit und seinen siebzehn Jahren.Daß er ein Hirte des Viehs war mit seinen Brüdern, näm-lich mit den Kindern Bilha's und Silpa's, will auch erläutert,nach einer Seite ergänzt, nach der anderen eingeschränkt sein.

Jaakob, der Gesegnete, war ein Fremdling im Lande, einGer, wie man sagte, ein Gast und ansehnlich Geduldeter,