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Der Tod in Venedig : Novelle
Entstehung
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FÜNFTES KAPITEL

In der vierten Woche feines Aufenthalts auf dem Lido machteGufiav von Afihenhach einige die Außenweht betreffende un*heimhiche Wahrnehmungen. Erfiens fchien es ihm, ahs oh heißeigender Jahreszeit die Trequenz feines Gaßhofes eher ah*ahs zunähme, und, inshefondere, ahs oh die deutfche Sprache umihn her verfiege und verßumme, fo daß hei Tifh und am Strandendfich nur noch fremde Laute fein Ohr trafen. Eines Tagesdann fing er heim Coiffeur, den er jetzt häufig hefuchte, im Ge*fpräche ein Wort auf, das ihn ßutzig machte. Der Mann hatteeiner deutfchen Tamihie erwähnt, die foehen nach hurzem Per*weihen ahgereiß war und fetzte phaudernd undfchmeichehndhin*zu:Sie hheihen, mein Herr; Sie haben deine Turcht vor demEJheh" Afihenhach fah ihn an.Dem tfheh? wiederhofte er.Der Schwätzer verftummte, tat hefchäftigt, überhörte die Trage,und ahs fite dringhicher gefiehht ward, erhhärte er, er wiffe vonnichts undjuchte mit verhegener Beredsam heit ahzuhenhen.

Das war um Mittag. Hachmittags fuhr Afihenhach hei Wind*fiihhe und fhwerem Sonnenbrand nah Venedig; denn ihn triebdie Manie, den pohnifhen Gefhwifiern zu fohgen, die er mit ihrerBegheiterin den Weg zur Dampfer brühe hatte einfihhagen fehen.Er fand den Abgott niht hei San Marco. Aher heim Tee, anfeinem eifernen Rundtifhhen auf der Shattenfeite des Phatzesfitzend, witterte er phötzhih in der Luft ein eigentümhihes Acrom,von dem ihm jetzt fhien, ahs habe es fihon feit Tagen, ohne ihmins Bewußtfein zu dringen, feinen Sinn berührt, - einen füß*hih*offizinehhen Geruh, der an Ehend und Wunden und ver*dähtige Reinhihheit erinnerte. Er prüfte und er bannte ihn nah*denhhih, beendete feinen Imhiß und verhieß den Phatz auf der

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