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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
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alles in seinen enthaltsamen Stube», die mageren Sofas,die steifbeinigen Tische, die weiß lackierten Gueridons inden Ecken.Das ist Klapperwerk", sagte Herr Spoel-mann abschätzig,und nichts damit anzufangen." Einzigdrei Armstühle in dem kleinen gelben Salon, aus schweremMahagoni, mit schneckenförmig aufgerollten Armlehnenund die gelben Bezüge mit bläulichen Lyren bestickt,fanden Gnade vor seinen Augen.Die können wir inein Vorzimmer stellen", sagte er, und Klaus Heinrich legteWert darauf, daß von Grimmburger Seite drei Armstühlewürden zur Einrichtung beigesteuert werden; denn natür-lich wäre es ihm ein wenig peinlich gewesen, wenn HerrSpoelmann für alles und jedes hätte aufkommen müssen.

Aber auch der verwilderte Park und der Blumen-garten vonEremitage" sollten ausgelichtet und neu be-stellt werden, und namentlich was den Blumengartenbetraf, so war ihm eine besondere Zierde zugedacht, dieKlaus Heinrich von seinem Bruder, dem Großherzog,als Hochzeitsgeschenk erbeten hatte. In das große Mittel-beet nämlich, vor der Auffahrt, sollte der Rosenstock ausdem Alten Schlosse verpflanzt werden, und dort, nichtmehr von modrigen Mauern umgeben, sondern in Luftund Sonne und dem fettesten Mergel, der beizubringenwäre, sollte er Zusehen, was für Rosen er fortan trieb,und den Volksmund Lügen strafen, wenn er verstockt unddünkelhaft genug dazu war.

Und als März und April vergangen waren, da kamder Mai und mit ihm das hohe Fest von Klaus Heinrichsund Jmmas Ehebund. Glorreich und lieblich, mit ver-goldeten Wölkchen im reinen Azur, kam der Tag herauf,

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