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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
467
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eigenes Glück Bedacht genommen, sondern alles ansdem Gesichtspunkt des Großen, Ganzen betrachtet",sagte Klaus Heinrich recht unverbindlich, und dannbrachen sie auf und fuhren hinaus nach SchloßSegen-haus", wo Dorothea, die arme Großherzogin-Mutter,traurigen Hof hielt. Die weinte, als sie die junge Brautuuf die Stirne küßte, und wußte selbst nicht, worüber.

Indessen saß SamuelSpoelmann aufDelphinenort",umgeben von Plänen und Möbelentwürfen und seidnenTapetenmustern und Zeichnungen zu goldenem Speise-gerät. Er kam nicht zum Orgelspiel und vergaß seineNierensteine und bekam fast rote Backen vor lauter Ge-schäftigkeit; denn wenn er auch noch so geringe Stücke aufdenjungen Menschen" hielt und keine Hoffnung auf-kommen ließ, daß man ihn jemals werde bei Hofe zu sehenbekommen, so sollte doch sein Töchterchen Hochzeit machen,und die wollte er einrichten, wie seine Verhältnisse es er-laubten. Die Pläne betrafen das neue SchloßEre-mitage", denn Klaus Heinrichs Junggesellensiß solltedem Erdboden gleichgemacht werden und ein neues Schloßan seiner Stelle erstehen, geräumig und hell und auSge-stattet, nach Klaus HeinrichsWunsch, in einer gemischtenStilart aus Empire und Neuzeit, aus kühler Strengeund wohnlichem Behagen. Herr Spoelmann erschieneines Morgens, nachdem er im Quellengarten das Wassergenommen, persönlich in seinem mißfarbenen Paletot aufEremitage", um festzustellen, ob etwa dies oder jenesMöbelstück für die Einrichtung des neuen Schlosses ver-wendbar sei.Lassen Sie sehen, junger Prinz, was Siehaben!" sagte er knarrend, und Klaus Heinrich zeigte ihm