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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
466
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nannte er sie du seit jenem Gespräch auf dem Hofball,obgleich sie es ihm, noch ungewohnt der wärmeren Sphä-ren, erschrocken verwies, und wie leicht ging ihm dasWörtchen vom Munde, das sonst immer falsch und un-möglich gewesen war!

Sie fuhren zur Prinzessin Katharina lind wurden mitWürde empfangen. Weiland Großherzog Johann Al-brecht, ihr Bruder, sagte die Tante zu ihrem Neffen,würde es nicht erlaubt haben. Aber die Zeiten schrittenja fort, und sie bitte Gott, daß seine Verlobte sich ein-gewöhnen möge bei Hose. Sie fuhren zur Fürstin zuRied-Hohenried, und hier war es Liebe, was sie emp-fing. Ditlindens Grimmburger Stolz fand Beruhigungin der Sicherheit, daß Leviathans Tochter wohl Prinzessindes Großherzoglichen Hauses und Königliche Hoheit, dochniemals Großherzogliche Prinzessin werden könne, wie sie;im übrigen war sie entzückt darüber, daß Klaus Heinrichsich etwas so Holdes und Kostbares erstöbert hatte, wußteauch bestens, als Gattin Philipps mit seinem Torf, dieVorzüge dieser Heirat zu würdigen lind bot ihrerSchwägerin von Herzen Freundschaft und Schwester-schaft. Sie fuhren auch an der Villa des Prinzen Lam-bert vor, und während die Gräfin-Braut sich mühte, einePlauderei mit der zierlichen, aber sehr ungebildeten Freifrauvon Rohrdorf in Gang zu halten, beglückwünschte deralte Schürzenjäger seinen Neffen mit Grabesstimme zuder vorurteilslosen Wahl, die er getroffen, und daß er sokeck dem Hof und der Hoheit ein Schnippchen geschlagen.Ich schlage der Hoheit kein Schnippchen, Onkel; auchhabe ich nicht in unbedeutender Weise nur auf mein