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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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anstand, genau im Geiste des Volkes gesprochen, jenesVolkes, das überall das Ungemeine und Traumhafte mitdichterischem Sinn zu erfassen weiß. Ja, für das Volkwar das schwarzbleiche, kostbare und eigentümlich lieblicheWesen von schillernder Blutzusammensetzung, das vonden Gegenfüßlern zu uns gekommen war, um sein ver-einzeltes und beispielloses Leben bei uns zu führen,für das Volk war es ein Fürsten- oder Feenkind ausFabelland, eine Prinzessin in des Wortes sonderbarsterBedeutung. Aber alles, sowohl ihr eigenes Gehaben alsmich das Verhalten der Welt zu ihr, trug dazu bei, sieauch im gewohnten Sinne des Wortes als Prinzessinerscheinen zu lassen. Wohnte sie nicht mit ihrer gräf-lichen Ehrendame in einem Schloß, wie es sich gehörte?Fuhr sie nicht in ihrem prachtvollen Kraftwagen oder mitihrem Viergespann an den mildtätigen Anstalten, demBlinden-, dem Waisen-, dem Diakonissenhause, derVolksküche und der Milchküche vor, um sie zu allgemeinerErhebung und eigener Belehrung zu besichtigen, völlignach fürstlicher Art? Hatte sie nicht sowohl für die Über-schwemmten wie für die Abgebrannten aus ihrerPrivat-schatulle", wie derEilbote" sich bezeichnend ausdrückte,Unterstützungs stimmen gespendet, die genall denen desGroßherzogs gleichkamen (sie nicht übertrafen, was allge-mein beifällig vermerkt wurde)? Berichteten nicht fastjeden Tag die Journale gleich unter den Hofnachrichtenüber Herrn Spoelmanns wechselnden Gesundheitsstand, ob die Koliken ihn ans Bett fesselten oder ob er denmorgendlichen Besuch des Quellengartens wieder ausge-nommen habe? Gehörten die weißen Livreen seiner Be-

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