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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
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der Salons, der Wohn- und Schlafzimmer, der Bar-bierstuben, Wirtshäuser, Handwerkstätten und Gesinde-kammern, der Droschkenkutscher an den Haltestellen undder Mägde unter den Haustoren, er beschäftigte gleicher-maßen die männlichen und weiblichen Köpfe, wenn auchnatürlich mit den Abweichungen, die in der unterschied-lichen Betrachtungsweise der Geschlechter begründet liegen,die unerhört einmütige Teilnahme daran wirkte ausglei-chend, zusammenfassend, sie überbrückte die gesellschaft-lichen Klüfte, und es konnte geschehen, daß der Tram-bahnschaffner sich auf der Plattform an den feingekleidetenFahrgast mit der Frage wandte, ob er schon wisse, daßgestern nachmittag der Prinz wieder eine Stunde aufDelphinenorc" gewesen sei.

Aber das sowohl an und für sich Bemerkenswerte wieauch für die Zukunft Entscheidende bei alldem war, daßman keinen Augenblick den Eindruck gewann, als lägeein Ärgernis in der Luft und als handle es sich bei allder Zungenbewegung um die gemeine Lust an anstößigenVorgängen in hohen Sphären, sondern daß vomersten Anbeginn, bevor noch irgendein Hintergedanke auf-zukommen Zeit gehabt hatte, die tausendstimmige Er-örterung bei aller Erregtheit durchaus im Sinne derBilligung und des Einverständnisses geführt wurde, ja,daß der Prinz, wenn er früher darauf verfallen wäre,sich nach der öffentlichen Meinung umzutun, sogleich dieglückliche Gewißheit von der unbedingten Volkstümlich-keit seines Handelns erhalten hätte. Als er nämlich, seinemLehrer gegenüber, Fräulein Spoelmann einePrinzessin"genannt hatte, da hatte er, wie es ihm übrigens wohl

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