die Rose. „Immer bei Kräften? Hier!" Und er gabdem Greise ein Geldstück und bestieg den Dogcart, fuhr,die Rose neben sich auf dem Sitz, über die Höfe undkehrte nach der Meinung aller, die ihn sahen, vom AltenSchloß, wo ec wahrscheinlich eine Unterredung mit demGroßherzog gehabt hatte, nach „Eremitage" zurück.
Er fuhr aber von dort durch den Stadtgarten nach„Delphinenort". Der Himmel hatte sich verdunkelt, großeTropfen fielen schon auf die Blätter nieder, und in derFerne donnerte es.
Die Damen saßen beim Tee, als Klaus Heinrich, vondem bauchigen Butler geführt, in der Galerie erschien unddie Stufen zum Gartensalon hinabschritt. Herr Spoel-mann war, wie gewöhnlich in letzter Zeit, nicht anwesend.Er lag mit Breiumschlägen. Perceval, der in schnecken-förmiger Pose neben Jmmas Stuhle lag, schlug mehr-mals grüßend mit dem Schweif auf den Teppich. DieVergoldung der Möbel war stumpf, denn hinter derGlastür lag der Park im Wetterschatten.
Klaus Heinrich tauschte einen Händedruck mit derTochter des Hauses und küßte der Gräfin die Hand, in-dem er sie gleichzeitig sanft aus der höfischen Verbeugungemporhob, in die sie ihrer Gewohnheit nach versunken war.„Da ist es nun Sommer", sagte er zu Jmma Spoelmannund bot ihr die Rose. Er hatte ihr noch niemals Blumengebracht.
„Welche Ritterlichkeit!" sagte sie. „Danke, Prinz!Und sie ist schön!" fuhr sie in aufrichtiger Bewunderungfort (während sie sonst nie etwas lobte) und umfing dasherrliche Blumenhaupt, dessen tauige Blätter an den
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