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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
367
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Rändern köstlich gerollt waren, mit ihren schmalen undschmucklosen Händen.Gibt es so schöne Rosen hier?Woher haben Sie sie?" Und sie neigte durstig ihr schwarz-bleiches Köpfchen darüber.

Ihre Augen waren voller Schrecken, als sie es wieder hob.

Sie duftet nicht!" sagte sie, und ein Ausdruck vonEkel erschien um ihren Mund.Warten Sie... Doch,sie riecht nach Moder!" sagte sie.Was bringen Sie mir,Prinz?" Und ihre übergroßen schwarzen Augen in demperlblassen Gesichtchen schienen vor fragendem Entsetzenzu glühen.

Ja," sagte er,verzeihen Sie, das ist unsere Art vonRosen. Sie ist von dem Stock in einem der Höfe desAlten Schlosses. Haben Sie niemals davon gehört? Eshat seine Bewandtnis damit. Das Volk sagt, daß sie einesTages aufs lieblichste zu duften beginnen werden."

Sie schien ihm nicht zuzuhören.Es ist, als hättesie keine Seele", sagte sie und betrachtete die Rose.Abersie ist vollkommen schön, das muß man ihr lassen. . .Nein, das ist ein fragwürdiges Naturspiel, Prinz. Aberhaben Sie jedenfalls Dank für Ihre Aufmerksamkeit.Und wenn sie aus dem Schloß Ihrer Väter stammt,so muß man ihr Reverenz erweisen."

Sie stellte die Rose in ein Wasserglas neben ihr Ge-deck. Ein Schwanverbrämter brachte dem Prinzen Tasseund Teller. Und sie plauderten beim Tee über den ver-wunschenen Rosenstock und dann über gewohnte Gegen-stände, über das Hoftheater, über ihre Pferde, über allerleinichtige Streitfragen, in welchen Jmma Spoelmann ihmwidersprach, geschliffene Redensarten in Anführungs-