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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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sehens, mit Giebeln und kastenartigen Ausladungen, mitoffenen Loggien, Einblicken durch weite Bogenfenster ingewölbte Hallen und gedrungenen Säulengängen. Inder Mitte aber, in seinem umgitterten Beet, stand derRosenstock und blühte, so sehr hatte das Jahr ihn be-günstigt.

Klaus Heinrich gab die Zügel dem Diener, ging hinund betrachtete die dunkelroten Rosen. Sie waren außer-ordentlich schön, voll und sammetähnlich, edel gebildetund wahre Kunstwerke der Natur. Mehrere waren schonganz erschlossen.

Bitte, rufen Sie Hesekiel", sagte Klaus Heinrich zueinem schnurrbärtigen Türhüter, der, die Hand am Drei-spitz, herangetreten war.

Hesekiel kam, der Hüter des Rosenstocks. Es war einGreis von siebzig Jahren, in einer Gärtnerschürze, mitTriefaugen und gebeugtem Rücken.

Haben Sie eine Schere bei sich, Hesekiel?" sagteKlaus Heinrich laut.Ich möchte eine Rose haben."Und Hesekiel zog eine Gartenschere aus der beutelartigenTasche seiner Schürze.

Die hier," sagte Klaus Heinrich;das ist die schönste."Und mit zitternden Händen durchschnitt der Alte den dor-nigen Stengel.

Ich will sie besprengen, Königliche Hoheit", sagte erund begab sich mit schlürfenden Schritten in einen Winkeldes Hofes zum Wasserhahn. Schimmernde Tropfen haf-teten, als er zurückkehrte, auf den Blättern der Rose, wieauf dem Gefieder von Wasservögeln.

Danke, Hesekiel", sagte Klaus Heinrich und nahm