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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
364
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glaube, ich habe mich früher absprechend über sie geäußert,Klaus Heinrich, habe etwas von .Vogel Roch' gesagt,wenn ich mich recht erinnere, und einen Scherz mit demWorte .Steuersubjekt' gemacht. Aber wenn du die Leutedeiner Freundschaft wert achtest, so habe ich mich ebengeirrt und nehme diese Äußerungen natürlich zurück undwill versuchen, fortan anders über sie denken, das ver-spreche ich dir... Du hast immer gern gestöbert," fuhrsie fort, als er ihr lächelnd die Hand geküßt hatte,undich mußte mit, und mein Kleid (weißt du noch? das rot-samtne), das hatte die Kosten zu tragen. Nun stöberstdu allein, und Gott gebe, daß du nichts Häßliches dabeierfährst, Klaus Heinrich."

Ach, Ditlind, ich glaube eigentlich, daß es immerschön ist, was man erfährt, ob gut, ob schlimm. Aber esist gut, was ich erfahre..."

Um halb fünf Uhr verließ der Prinz aufs neue SchloßEremitage" und zwar auf seinem Dogcart, den er selbstkutschierte, Rücken an Rücken mit einem Lakaien. Eswar warm, und Klaus Heinrich trug weiße Beinkleiderzum zweireihigen Überrock. Nach beiden Seiten grüßendfuhr er abermals zur Stadt, genauer zum Alten Schloß,ließ aber das Albrechtstor liegen und nahm seine Einfahrtin den Komplex durch einen Nebentorweg, legte zweiHöfe zurück und hielt in demjenigen mit dem Rosenstock.

Alles war still und steinern hier; die Treppentürme mitihren schrägen Fenstern, schmiedeeisernen Balustradenund schönen Skulpturen ragten in den Ecken empor, undin Licht und Schatten stand das verschiedenartige Bau-werk umher, teils grau und verwittert, teils neueren An-

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