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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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jenigen der Herren von Braunbart-Schellendorf und vonSchulenburg-Tressen entgegen. Im Laufe des Vormittagsfuhren die Mitglieder des großherzoglichen Hauses zurGratulation aufEremitage" vor, und um ein Uhr begabsich Klaus Heinrich in seiner Chaise zum Familienfrühstückbei dem Fürsten und der Fürstin zu Ried-Hohenried, unter-wegs vom Publikum ungewöhnlich beifällig begrüßt. DieGrimmburger waren vollzählig versammelt in dem zier-lichen Palais an der Albrechtstraße. Auch der Großherzogkam im Gehrock, grüßte alle mit dem schmalen Haupt,indem er mit der Unterlippe leicht an der oberen sog, undtrank Milch mit Mineralwasser vermischt zu den Speisen.Fast unmittelbar nach beendetem Frühstück zog er sichzurück. Prinz Lambert war ohne seine Gemahlin erschienen.Der alte Ballettfreund war gefärbt, ausgehöhlt, schlottrichtund besaß eine Grabesstimme. Er wurde von den Ver-wandten bis zu einem gewissen Grade übersehen.

Unter Tafel drehte sich das Gespräch eine Weile umhöfische Angelegenheiten, dann um das Gedeihen derkleinen Prinzessin Philippine und später fast ausschließlichum die großgewerblichen Unternehmungen des FürstenPhilipp. Der zarte kleine Herr erzählte von seinen Braue-reien, Fabriken und Mühlen und namentlich von seinenTorfstechereien, er schilderte Verbesserungen in den Be-trieben, sprach in Ziffern von Anlagen und Erträgnissen,und seine Wangen röteten sich, während die Verwandtenseiner Frau ihm mit neugierigen, wohlwollenden oderspöttischen Mienen lauschten.

Als in dem großen Blumensalon der Kaffee genommenwurde, trat die Fürstin mit ihrem vergoldeten Täßchen

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