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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
361
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nach ihrem Geschmack gewesen. Kurz, um der Kinder,um des guten und edlen Mannes willen, den sie hoch-schätzten, hatten sie Verzicht geleistet und einander entsagt.Ja, dergleichen kam vor, aber es war natürlich erforder-lich, ein bißchen die Zähne zusammenzubeißen. Überbeinkam noch immer zuweilen in das Haus der weißen Frau.Er speiste dort zu Abend, wenn seine Zeit es erlaubte,spielte eine Partie Kasino mit den Freunden, küßte derHausfrau die Hand und sagte gute Nacht! ... Abernachdem er dies erzählt hatte, sagte er das letzte, sagte esnoch kürzer und schärfer, als das vorige, während sichnoch öfter die Muskelballen an seinen Mundwinkelnbildeten. Damals nämlich, als er und die weiße FrauVerzicht geleistet hatten, damals hatte Überbein dem Glücke,derBummelei des Glücks", wie er es seitdem nannte,endgültig und auf immer Valet gesagt. Da er die weißeFrau nicht gewinnen konnte oder wollte, hatte er sich zu-geschworen, ihr Ehre zu machen und dem, was ihn mitihr verband, indem er es weit brachte rmd sich groß machteauf dem Felde der Arbeit, hatte sein Leben auf dieLeistung gestellt, auf sie allein, lind war geworden, wie erwar. Das war das Geheimnis, war wenigstens einBeitrag zur Lösung des Rätsels von Überbeins Ungemüt-lichkeit, Überheblichkeit und Streberei. Klaus Heinrichsah mit Bangen, wie außerordentlich grün sein Gesichtwar, als er sich mit tiefer Verbeugung verabschiedete unddabei sagte:Grüßen Sie die kleine Jmma, KlausHeinrich!"

Am nächsten Morgen nahm der Prinz im gelbenZimmerdie Glückwünsche des Schloßpersonals und später die-

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