so ungemein beliebt sind bei der Bevölkerung? Daß alleHerzen Ihnen zuschlagen?"
Er antwortete: „Man sagt so. Irgendwelche Eigen-schaften, die keine Vorzüge zu sein brauchen, mögender Grund sein. Übrigens weiß ich durchaus nicht, obich es glauben oder mich gar darüber freuen soll. Ichzweifle, ob es für mich spräche. Mein Bruder, derGroßherzog, meint geradezu, die Popularität sei eineSchweinerei."
„Ja, der Großherzog muß ein stolzer Mann sein; ichachte ihn sehr. Da stehen Sie dann im Dunst, und allesliebt Sie... §o an!" rief sie plötzlich, ein scharfer Schlagmit der weißledernen Gerte traf Fatme, die aufzuckte, unddie Jagd begann.
Sie dauerte lange. Noch nie hatten sie den Wasseclaufso weithin verfolgt. Links hatte sich längst die Aussichtgeschlossen. Erdklumpen und Grasbüschel stoben unterden Hufen auf. Die Gräfin war bald zurückgeblieben.Als sie endlich die Pferde zügelten, zitterte Florian, der seinLetztes getan hatte, und sie selbst waren bleich und atmetenschwer. Der Rückweg verlief schweigsam. —
Am Nachmittag vor seinem diesjährigen Geburtstagsah Klaus Heinrich Raoul Überbein bei sich auf „Ere-mitage". Der Doktor kam, um seine Gratulation darzu-bringen, da er morgen durch Arbeit verhindert sein würde.Sie gingen auf den Kieswegen im rückwärtigen Teil desParkes umher, der Oberlehrer in Gehrock und weißerBinde, Klaus Heinrich in seiner Litewka. Das Grasstand reif zur Mahd unter der schrägen Nachmittagssonne,die Linden blühten. In einem Winkel, dicht an der Hecke,