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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
340
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Er sprach von des Doktors dunkler Herkunft und vonder Abfindungssumme; von dem Kinde im Moor oderSumpf und der Rettungsmedaille; von Überbeins tapfererund ehrgeiziger Laufbahn, zurückgelegt unter jenen hartenund streng auf die Leistung weisenden Bedingungen, dieer die guten zu nennen pflegte, und von seinem Bündnismit Doktor Sammet, den Jmma kannte. Er schildertesein wenig einnehmendes Äußeres und begründete mitfrohen Worten die Neigung, die ihn dennoch von An-beginn zu diesem Lehrer gezogen, indem er sein Verhaltengegen ihn, Klaus Heinrich, beschrieb, — diese väterlicheund herzlich schwadronierende Kameradschaftlichkeit, diesich von dem Gehaben aller übrigen Leute so strikt unter-schieden hatte, — ließ auch, so gut es ihm gelingenwollte, dies und das von Überbeins Lebensaspekten ein-fiießen und gab schließlich seinem Kummer darüber Aus-druck, daß der Doktor bei seinen Mitbürgern sich keinerwahren Beliebtheit zu erfreuen scheine.

„Das glaube ich", sagte Jmma.

Er war erstaunt und fragte, warum sie es glaube.

„Weil ich gewiß bin," antwortete sie und wandteihr Köpfchen hin und her, „daß dieser Überbeinmit all seinen aufgeräumten Redereien ein unseligerMensch ist. Er steht wohl da und prahlt; aber er hatgar keinen Rückhalt, Prinz, und darum wird er einschlechtes Ende nehmen."

Klaus Heinrich blieb eine Weile bestürzt und nach-denklich über diese Worte. Dann wandte er sich derGräfin zu, die lächelnd aus einer Abwesenheit zu sichkam, und sagte ihr eine Artigkeit über ihre Reitkunst, wo-