dem er die Erde nach Feldmäusen durchwühlt, war ge-schwärzt bis in den Schlund, und schwarzrot, an derSpitze sich dreieckig verbreiternd, hing seine triefendeGreifenzunge daraus hervor. Hastig erquickte er sichaus der Schale und ließ sich hierauf mit flackernd ar-beiteirden Flanken neben seiner Herrin zu Boden fallen,flach auf die Seite, den Kopf mit ruhelechzendem Aus-druck zurückgeworfen.
Klaus Heinrich nannte es unverantwortbar, daß Jmmahier nach dem Ritt so ohne Umhüllung sich der trügeri-schen Frühlingsluft preisgäbe. „Nehmen Sie meinenMantel!" sagte er. „Bei Gott, ich brauche ihn nicht.Mir ist warm, und mein Rock ist über der Brust wat-tiert!" Sie wollte nichts wissen von seinem Vorschlag;aber da er fortfuhr, sie inständig zu bitten, so willigte sieein und ließ sich seinen grauen Militärmantel mit denSchulterabzeichen eines Majors um die Schultern legen.So eingehüllt stützte sie ihr schwarzbleiches, mit demDreispitz bedecktes Köpfchen in die hohle Hand und sahihm zu, wie er den Arm nach dem Schlosse ausstreckteund von dem Leben erzählte, das er hier einst geführt.
Dort zu ebener Erde, wo man die hohen Fenster sah, wardas Speisezimmer gewesen, dort der Schulsaal und dortoben Klaus Heinrichs Zimmer mit dem Gipstorso auf demKachelofen. Und er berichtete von Professor Kürtchen undseinem taktvollen Meldesystem beim Unterricht, von derHauptmännin Amelung, den adeligen „Fasaneil", diealles für „Schweinerei" erklärt hatten, und namentlich vonRaoul Überbein, seinem Freunde, auf welchen zurückzu-kommen Jmma Spoelmann ihn mehrmals ermunterte.