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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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denken der beiden Kammern im Thronsaale selber abzu-halten und nicht auch diese Schauhandlungaus Gesund-heitsrücksichten", wie er beabsichtigte, an seinen jüngerenBruder abzutreten.

Albrecht der Zweite lebte recht einsam im Alten Schloß;der Gang der Dinge brachte das mit sich. Erstens hieltseit dem Tode Johann AlbrechtS Prinz Klaus Heinrichselbständig Hof. Das war eine Forderung der Etikette,und so hatte man ihm dieEremitage" zum Wohnsitzersehen, jenes Empire-Schlößchen am Rande der nörd-lichen Vorstadt, das so verschwiegen und anmutig-streng,aber lange unbewohnt und vernachlässigt, inmitten seineswuchernden Parkes, der in den Stadtgarten überging, zuseinem kleinen, von Schlamm starrenden Teich hinüber-blickte. Schon um die Zeit, da Albrecht mündig gewordenwar, hatte man derEremitage" die notwendigste Auf-frischung zuteil werden lassen und sie der Form halber zumErbgroßherzoglichen Palais bestimmt; aber da Albrechtsich immer von seinem warmen und trockenen Aufent-haltsort im Sommer direkt nach Hollerbrunn begebenhatte, so hatte er niemals von seiner Residenz Gebrauchgemacht. . .

Klaus Heinrich wohnte dort ohne überschwenglichenAufwand mit einem Hofchef, der dem Haushalte Vor-stand, einem Freiherr» von Schulenburg-Tressen, Neffender Oberhofmeisterin. Außer dem Kammerdiener Neu-mann hatte er noch zwei Lakaien zur täglichen Auf-wartung; den Jäger, dessen er zu zeremoniellen Aus-fahrten bedurfte, lieh ihm der Großherzogliche Hof. Ei»Kutscher und ein paar Knechte in roten Westen versahen