fand statt, und dabei hatte es sein Bewenden. Albrechtunterschrieb noch eine Verordnung, kraft welcher eine Reihevon Geld- und Gefängnisstrafen, die für harmlosere Straf-taten, hauptsächlich Forstfrevels halber, verhängt wordenwaren, in Gnaden erlassen wurden. Der feierliche Um-zug durch die Stadt und die Begrüßung im Rathaufeunterblieben ganz, da der Großherzog sich allzu ermüdetfühlte. — Er wurde, Rittmeister bisher seiner militäri-schen Charge nach, gelegentlich seiner Thronbesteigung so-fort zum Obersten ä U ;uire seines Husarenregimentes be-fördert, legte die Uniform aber fast niemals an und hieltsich seine soldatische Umgebung so fern als möglich. Ernahm, vielleicht aus Pietät, keinerlei Personalwechsel vor,nicht unter den Hofchargen und auch nicht unter denMinistern.
Das Publikum sah ihn selten. Seine stolze undschamhafte Abneigung, sich zu zeigen, sich vorzufühcen,sich grüßen zu lassen, trat vom ersten Tage an in einemGrade hervor, der die Öffentlichkeit betrübte. Er erschienniemals in der großen Loge des Hoftheaters. Er be-teiligte sich niemals an dem Korso im Stadtgarten.Wenn er im Alten Schloß residierte, so ließ er sich in ge-schlossenem Wagen in eine entlegene und menschenleereGegend der Anlagen führen, wo er ausstieg, um sich einwenig Bewegung zu machen; und im Sommer zu Holler-brunn trat er nur ausnahmsweise aus den Heckengängendes Parkes hervor.
Wurde das Volk seiner ansichtig, am Albrechtstoretwa, wenn er, gehüllt in den schweren Pelz, den schonsein Vater getragen hatte und auf dessen dickem Kragen
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