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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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zwei Unteroffizieren und zwei Kammerherren bestand, demPublikum zur Besichtigung ausgestellt. Dann endlich kamder Augenblick, da der Zinksarg aus der Altarnische der Hof-kirche, wo er zwischen umflorten Kandelabern und manns-hohen Kerzen paradiert hatte, von acht Lakaien in die Vor-halle gebracht, von acht Förstern in den Mahagoni-Sarggestellt, von acht Leibgrenadieren zum sechsfach bespanntenund finster aufgeputzten Leichenwagen getragen wurde, dersich unter Kanonenschüssen und Glockengeläut nach demMausoleum in Bewegung setzte. Schwer von Nässe hingendie Fahnen von der Mitte ihrer Stangen herab. Obgleiches früh am Nachmittag war, brannten die Gaslaternenin den Straßen, die der Leichenkondukt zurückzulegenhatte. Zwischen traurigen Dekorationen war die Büste !Johann Albrechts in den Schaufenstern ausgestellt, unddie überall feilgebotenen Postkarten mit dem Bilde desdahingeschiedenen Repräsentanten wurden eifrig begehrt.Hinter den aufgereihten Truppen, den Turner- undKriegervereinen, die die Ehrengasse freihielten, stand dasVolk auf den Zehenspitzen im Schneebrei und blickte ent-blößten Hauptes auf den langsam vorüberziehenden Sarg,dem kranztragende Lakaien, Hofbeamte, die Träger derInsignien und der Hofprediger v. Wislizenus voran-schritten und dessen silbergestickte Decke Oberhofmarschallvon Bühl, Oberhofjägermeister von Stieglitz, General-adjutant Graf Schmettern und Hausminister von Kno-belsdorff an den Zipfeln hielten. Aber zur Seite seinesBruders Klaus Heinrich, gleich hinter dem Leibpferd, dasdem Leichenwagen nachgeführt wurde, und an der Spitzeder übrigen Leidtragenden schritt Großherzog Albrecht der