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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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diesem Falle bestehe, Verachtung eigentlich möglich sei.Ja, während man dies noch bedachte, stellte er in seinerunwidersprechlich schwadronierenden Weise die Behaup-tung hin, daß der Prinz die Menschen nicht nur nichtverachte, sondern sie sogar alle, auch die minderwertigsten,dermaßen respektiere, für voll nehme, ernst nehme, gutnehme, daß das arme überschätzte und überanstrengteAlltagsmenschenkind nur so schwitze. . .

Die Gesellschaft der Universitätsstadt hatte keine Zeit,sich hierüber schlüssig zu werden. Das Studienjahr warum, ehe man sich's versah, und Klaus Heinrich reiste ab,kehrte dem Programm seines Lebens gemäß in die väter-liche Residenz zurück, um dort, trotz seines linken Armes,ein weiteres Jahr lang in vollem Ernst militärischenDienst zu leisten. Er stand sechs Monate bei den Garde-Dragonern und befehligte die Herstellung von acht SchrittDistanz zu Lanzenübungen sowie die Bildung viereckigerFormationen, als ob es seine Sache gewesen wäre, wech-selte dann die Waffe lind trat, um auch in den Jnfanterie-dicnst Einblick zu tun, zu den Leibgrenadieren über. Erzog sogar auf die Schloßwache und kommandierte dieAblösung, ein Vorgang, dem viel Publikum beiwohnte.Ec kam, den Stern auf der Brust, im Geschwindschrittaus der Wachtstube', stellte sich mit gezogenem Säbel anden Flügel der Kompagnie und gab nicht ganz richtigeKommandos, was aber nicht schadete, da die bravenSoldaten dennoch die richtigen Bewegungen ausführten.Auch saß er im Kasino an der Seite des Obersten beimLiebesmahl, und verhinderte durch seine Anwesenheit, daßdie Herren ihre Uniformkragen öffneten und sich nach

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