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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
152
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Gespräch, dessen Gegenstand gleichgültig ist und auchkaum festzustellen gewesen wäre, dauerte, da sich nichtgleich eine Ablösung fand, ziemlich lange. Und plötzlich,mitten in der Unterhaltung mit dem Prinzen, pfiff derIustizrat, flötete mit seinen dicken Lippen eine jenersinnlos trällernden Tonfolgen, wie man sie von sich gibt,wenn man in bedrängter Lage sorglose Unbefangenheitheucheln möchte, worauf er durch Räuspern und Hustendie lächerliche Ungehörigkeit zu vertuschen suchte... KlausHeinrich war solcher Erscheinungeil gewohnt und ging mitzarter Nachsicht darüber hinweg. Er trat vielleicht ineinen Laden, um auf eigene Fällst irgendeinen Einkauf zumacheil, und sein Eintritt hatte etwas wie eine kleinePanik zur Folge. Er tat seine Forderung, verlangte einenKnopf, dessen er bedurfte; aber das Ladenfräulein ver-stand ihn nicht, sie blickte verwirrt, ihre Geisteskräfte warennur schwer auf den Knopf hinzulenken, waren ersichtlichvon etwas Anderem, Allster- und Übersachlichem auf dasÄusterste in Anspruch genommen, sie ließ Mehrereshinfallen, warf in offenbarer Ratlosigkeit die Schachtelndurcheinander, lind Klaus Heinrich hatte Mühe, sicfreundlich zu beschwichtigen.

So war, wie gesagt, seines Wesens Wirkung, und viel-fach in der Stadt wurde es als Hochmut und tadelns-werte Meilschenverachtllng gedeutet. Andere freilich leug-neten den Hochmut, lind Doktor Überbein, mit dem manbei irgendeiner geselligen Gelegenheit darüber diskutierte,warf die Frage auf, objederlei Veranlassung zurMenschenverachtung bereitwillig zugegeben" bei einerEntfernung von aller menschlichen Wirklichkeit, wie sie in