gemietet hatte, fuhr er, einen Diener hinter sich, vomStraßenpublikum bemerkt und begrüßt, auf seinem Dog-cart zu den Vorlesungen, und er faß dort in dem Be-wußtsein, daß alle diese Gegenständlichkeit für seinenhohen Beruf unwesentlich und unnötig sei, doch mit einerMiene höflicher Aufmerksamkeit. Liebenswürdige Anek-doten liefen um und erhoben die Herzen: wie der Prinzseine Teilnahme zu bekunden wisse. Gegen Ende einesKollegiums über Naturkunde (denn Klaus Heinrich be-suchte „des Überblicks wegen" auch solche Kollegien) hatteder Professor, zur Anschauung, eine Metallkugel mitWasser gefüllt und angekündigt, das Wasser werde, zumGefrieren gebracht, infolge der Ausdehnung die Metall-hülle sprengen; das nächste Mal werde er die Bruchstückevorzeigen. In diesem letzteren Punkte nun hatte er, wahr-scheinlich aus Vergeßlichkeit, fein Wort nicht gehalten;man hatte im nächsten Kolleg die zersprungene Kugelnicht zu sehen bekommen. Da aber hatte Klaus Heinrichsich nach dem Ausfall des Experimentes erkundigt. Wieirgendeiner hatte er sich am Schluß der Vorlesung unterdie Studenten gemischt, die den Professor interpellierendumstanden, und hatte an diesen in aller Schlichtheit dieWorte gerichtet: „Ist die Bombe geplatzt?" — woraufder Professor, zunächst ganz unfähig, sich zurechtzufinden,ihm.schließlich in freudiger Überraschung, ja Bewegung,seinen Dank für das gütige Interesse zum Ausdruck ge-bracht hatte. . .
Klaus Heinrich war Gast einer Studenten-Korpora-tion — nur Gast, denn er durfte nicht fechten — undwohnte ein und das andere Mal, den Stürmer auf dem