etwa dahin gegangen waren, Doktor Überbein möchte ver-fehlter- und mißverständlicherweise den Prinzen mit allzu-schwerfälligen Ansprüchen in gegenständlich wissenschaft-licher Richtung behelligen, wurden zerstreut. Im Gegen-teil wurde deutlich, daß der Doktor zwischen seiner eigenenernsten und der hohen Daseins form seines Schülers wohlzu unterscheiden wisse. Andererseits blieb es (gleichviel,ob durch Schuld des Mentors oder des Prinzen selbst)auch in bezug auf die Instruktion, auf Ungebundenheitund zwanglose Kameradschaft bei einer maßvollen undrein sinnbildlichen Andeutung, so daß als das Wesentlicheund Eigentliche dieses Jahres weder das eine noch dasandere, weder die Wissenschaft noch die Ungebundenheitgelten konnte. Das Wesentliche und Eigentliche war viel-mehr, wie es schien, das Jahr an sich selbst, als Brauchund schöne Umständlichkeit, der sich Klaus Heinrich inangemessener Haltung unterzog, wie er sich den darstelle-rischen Übungen an seinem letzten Geburtstag unterzogenhatte, — nur jetzt nicht mit einem Purpurmantel, son-dern zuweilen mit einer farbigen Studentenmütze, einemsogenannten Stürmer angetan, in deren Schmuck ihn der„Eilbote" seinem Leserkreise alsbald im Bilde vorführte.
Was das Studium betraf, so vollzog sich die Imma-trikulation ohne besondere Feierlichkeit, doch nicht ohneeinen Hinweis auf die Ehre, welche der Hochschule durchKlaus Heinrichs Aufnahme zuteil werde; und die Vor-lesungen, denen er beiwohnte, begannen mit dem Anruf:„Großherzogliche Hoheit!" Von der hübschen, grünum-wachsenen Villa, die das Hofmarschallamt seines Vatersihm in einer vornehmen und nicht zu teuren Gartenstraße
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