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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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nicht im Hereilikommen und obenhin, sondern ausdrück-lich und mit Überlegung, indem ec vor ihn hintrat undwartete, daß sein erlauchter Schüler ihm die Hand reichte.Das tat Klaus Heinrich, und daß er es beide Male, beider Begrüßung sowohl wie beim Abschied, in hübscher,gewinnender und gerundeter Weise tat, so, wie er gesehenhatte, daß sein Vater den Herren die Hand reichte, diedarauf warteten, das schien ihm wichtiger und wesent-licher, als aller Unterricht, der dazwischen lag.

Als Schulrat Dröge unzähligem«! gekommen lind ge-gangen war, hatte Klaus Heinrich unvermerkt allerleiAnwendbares gelernt, fand sich wider Erwarten und Ab-sicht zu Hause in den Fächern des Lesens, Schreibensund Rechnens und wußte auf Verlangen die Ortschaftendes GroßheczogtumS ziemlich lückenlos aufzuzählen. Aberes war, wie erwähnt, nicht eigentlich dies, was ihm nötigund wesentlich schieil. Zuweilen, wenn ec beim Unterrichtunachtsam war, ermahnte der Schulrat ihn mit demHinweis auf seinen hohen Beruf.Ihr hoher Berufverpflichtet Sie. . ." sagte er, oder:Sie schulden esIhrem hohen Beruf. . ." Was war sein Beruf undworin bestand die Höhe desselben? Warum lächelten dieLakaienDu Reiner, du Feiner" und warum warMadame so heftig entsetzt, wenn er sich in Rede undTun nur ein wenig fahren ließ? Er blickte um sich inseinem Gesichtskreis, und zuweilen, wenn er fest und langehinsah und seinen Blick in das innere Wesen der Er-scheinungen einzudringen zwang, fühlte er eine Ahnungvon demEigentlichen" in sich aufsteigen, um das es sichfür ihn handelte.

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