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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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Rückständigkeit an Jahren so war. Er selbst war weich-mütig und zu Tränen geneigt, das war seine Natur. Erweinte, wenn man ihntraurig ansah", und als er sichan einer Ecke des großen Spieltisches die Stirn so stieß,daß es blutete, klagte er laut aus Mitleid mit seinerStirn. Aber Albrecht hatte den Tod gesehen und weintedoch unter keiner Bedingung. Er schob ein wenig seineklirze, gerundete Unterlippe empor, indem er leicht damitan der oberen sog, das war alles. Er war vornehm.Madame aus der Schweiz wies in Fragen des commeil saut ausdrücklich auf ihn als Muster hin. Nie hätteer sich mit den prächtig aufgeschirrten Zierleuten, die zumSchlosse gehörten und nicht eigentlich Männer undMenschen, sondern Lakaien waren, in ein Gespräch ein-gelassen, wie Klaus Heinrich es damals in unbewachtenAugenblicken zuweilen tat. Denn Albrecht war nicht neu-gierig. Seiile Augen blickten einsam und ohne Verlangen,die Welt zu sich einzulassen. Klaus Heinrich dagegenplauderte mit den Lakaien aus diesem Verlangeil und auseinem drängenden, wenn auch vielleicht gefährlichen undungehörigen Wunsche, sein Herz berühren zu lassen vondem, was etwa jenseits der Grenzen war. Aber die La-kaien, die alten und jungen, an den Türe», auf den Korri-doren und in den Durchgangszimmern, mit ihren sand-farbenen Gamaschen und braunen Fräcken, auf derenrötlich-goldenen Tressen sich viele Male die kleine Kronevom Wagenschlag wiederholte, sie machten die Kniefest, wenn Klaus Heinrich mit ihnen plauderte, legten diegroßen Hände an die Nähte ihrer dicken Sammethosen,ließen sich dabei ein wenig zu ihm herab, daß die Fang-

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