schöpfte es in allen Beziehungen; er lieft es mit säuseln-der Stimme und mit der ganzeil Kraft seiner Brust er-tönen, und während es zu Beginn seiner Kunstleistnng,leise und sinnend ausgesprochen, nur ein dünnes, fastkörperloses Thema gewesen war, erschien es am Schluss,als er es der Menge zum letztenmal vorführte, reich in-strumentiert, voll ausgedeutet und tief belebt. Dannging er zum eigentlichen Taufakt über, und er nahm ihnausführlich vor, sichtbar für Alle lind unter Betonungjeder Einzelheit.
An diesem Tage also repräsentierte der Prinz zumerstenmal, und daß er im Vordergründe der Handlungstand, fand Ausdruck schon darin, daß er zuletzt undin Abstand von aller Welt auf dem Schauplatze eintraf.Langsam erschien er, unter Vorantritt des Herrn vonBühl, auf den Armen der Oberhofmeisterin Freifrauvon Schulenburg-Tressen, und Aller Augen waren aufihn gerichtet. Er schlief, in seinen Spitzen, seinen Schlei-fen und seiner weißen Seide. Das eine seiner Händ-chen war zufällig verdeckt. Er erfreute, rührte und gefielungemein. Mittelpunkt des Ganzen und Gegenstandjeder Aufmerksamkeit, verhielt er sich ruhig, persönlichanspruchslos und naturgemäß noch völlig duldend. SeinVerdienst war, daß er nicht störte, nicht eingriff, nichtwiderstand, sondern, zweifellos aus eingeborener Vertraut-heit, sich still der Form überließ, die um ihn waltete, ihntrug, ihn hellte noch jeder eigenen Anspannung über-hob .. .
Häufig, an bestimmten Punkten der Zeremonie, wech-selten die Arme, in denen er ruhte. Freifrau von
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