Mau hatte den Bestand des Marstalles auf das Not-wendigste herabgesetzt. . . Was verschlug das? DesGroßherzogs Geldverachtung empörte sich gegen denZwang in plötzlichen Ausbrüchen, und während die Be-wirtung bei den Hoffestlichkciten die äußerste Grenze er-laubter Einfachheit erreichte, während zum Souper amSchlüsse der Donnerstag-Konzerte im Marmorsaal ohneAbwechslung nichts als Roastbeef in Remouladensauceund Gefrorenes auf den roten Sammetdecken der gold-beinigen Tischchen serviert wurde, während an des Groß-herzogs eigener von Wachskerzen strotzender Tafel all-täglich gespeist wurde wie in einer mittleren Beamten-familie, warf er trotzig die Einkunft eines Jahres für dieWiederherstellung der Grimmburg hin.
Aber unterdessen verfielen seine übrigen Schlösser.Herrn von Bühl standen einfach nicht die Mittel zurVerfügung, ihre Verwahrlosung zu hindern. Und dochwar eö schade um manche davon. Die, weiche in derweiteren Umgebung der Residenz und draußen im Landegelegen waren, diese zierlich üppigen, in Naturschönheiteingebetteten Refugien, deren kokette Namen auf Ruhe,Einsamkeit, Vergnügen, Zeitvertreib und Sorglosigkeithindeuteten oder eine Blume, ein Kleinod bezeichnten,bildeten Ausflugsorte für die Refidenzler und die Frem-den, und warfen an Eintrittsgeldern dies und jenes ab,was zuweilen — nicht immer — für ihre Instandhaltungbenutzt wurde. Bei denen jedoch, die in unmittelbarerNähe der Hauptstadt lagen, war das kaum der Fall.Da war das Empire-Schlößchen Eremitage, das amRande der nördlichen Vorstadt so verschwiegen und an-
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