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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
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mutig-streng, aber längst unbewohnt und vernachlässigtinmitten seines wuchernden Parkes, der in den Stadt-garten überging, zu seinem kleinen, von Schlamm star-reirden Teich hinüberblickte. Da war Schloß Delphinen-ort, welches, nur eine Viertelstunde Weges vorr dort, imnördlichen Teile des Stadtgartens selbst, der ehemalsganz der Krone gehört hatte, seine Ungepflegtheit, in einemungeheuren, viereckigen Springbrunnenbecken spiegelte:mit beiden stand es bejammernswert. Daß namentlichDelphinenort, dieses erlauchte Bauwerk, Frühbarock imGeschmack, mit dem vornehmen Säulenaufbau seinesPortals, seinen hohen, in kleine, weiß gerahmte Scheibengeteilten Fenstern, seinen gemetzten Laubgewiirden, seinenrömischen Büsten in den Nischen, seinem splendidenTreppenaufgang, seiner ganzen gehaltenen Pracht aufimmer, wie es schien, dem Verfall überlaste» bleiben sollte,war der Schmerz aller Liebhaber baukünstlerischer Schön-heit, und als es eines Tages infolge unvorhergesehener,ja abenteuerlicher Umstände wieder zu Ehren und Jugendgelangte, erweckte das irr diesen Kreisen jedenfalls all-gemeine Genugtuung ... Übrigens war vorr Delphinen-ort in fünfzehn oder zwanzig Minuten der Quellengartenzu erreichen, der ein wenig nordwestlich zur Stadt gelegenund mit ihrem Zentrum durch eine direkte Trambahnlinieverbunden war.

In der Benutzung der großherzoglichen Familie standenallein Schloß Hollerbrunn, die Sommerresidenz, einTrakt von weißen Gebäuden mit chinesischen Dächern,jenseits der Hügelkette, welche die Hauptstadt umringte,kühl und angenehm am Fluste gelegen und berühmt durch

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